#WASBLEIBT? Offenes Online-Gespräch über Sammeln, Bewahren und Wegwerfen
Mo., 11. Jan.
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Ein offenes Online-Gespräch über Dinge, die man eigentlich längst hätte wegwerfen können, ausgehend von Anique's künstlerischer Auseinandersetzung mit ausgefallenen Haaren.


Zeit & Ort
11. Jan. 2027, 18:30 – 20:00
Online
Informationen
Ein offenes Online-Gespräch über Dinge, die man eigentlich längst hätte wegwerfen können
Was sammeln wir – und warum? (Ab) Wann wird etwas wertvoll? Was macht einen Gegenstand zu einem Erinnerungsstück? Und warum fällt es uns manchmal so schwer, Dinge loszulassen?
Aus der Frage, wie viele Haare sie selbst eigentlich verliert und was dabei noch als normal gilt, begann die interdisziplinäre Künstlerin Anique Eberhart, ihre ausgefallenen Haare zu sammeln. Sie beobachtete, sammelte und untersuchte das Material. Sie arrangierte die Haare, verbrannte sie und scannte die Überreste. Später fragte sie auch Freunde und Familienmitglieder, ob sie ihre ausgefallenen Haare sammeln und ihr überlassen würden.
Diese ungewöhnliche Auseinandersetzung mit einem ganz alltäglichen Material gibt einen Einblick in eine persönliche Seite von Anique und ist der Ausgangspunkt für ein offenes Gespräch. Denn vielleicht gibt es auch bei anderen Dinge, die gesammelt, aufbewahrt oder aufgehoben werden: ganz bewusst, nebenbei oder ohne genau zu wissen, warum.
Ablauf des Online-Gesprächs
1. Anique erzählt
Zu Beginn gibt Anique Eberhart einen Einblick in ihre Auseinandersetzung mit ausgefallenen Haaren: Wie die Frage nach dem eigenen Haarausfall zum Sammeln führte, wie sie die Haare als Material untersuchte und was daraus entstanden ist.
3. Fragen, Geschichten und Austausch
Aniques Auseinandersetzung dient als Ausgangspunkt für einen gemeinsamen Austausch. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen und Geschichten der Teilnehmer rund um das Thema Sammeln und Aufbewahren. Wer möchte, kann von einer eigenen Sammlung erzählen, einen Gegenstand oder ein Material zeigen oder eine persönliche Geschichte teilen. Es kann sich um einen Stein handeln, alte Fotos, Quittungen, Muscheln, Kleidung, Verpackungen, Briefe oder um etwas, das für andere vielleicht völlig bedeutungslos erscheint.
Die Teilnehmenden können Anique Fragen stellen, eigene Erfahrungen einbringen, auf die Geschichten anderer reagieren oder einfach zuhören. Vielleicht weiß jemand genau, warum ein bestimmter Gegenstand aufbewahrt wird – vielleicht ist es selbst gar nicht so klar. Gerade diese persönlichen Geschichten und unterschiedlichen Perspektiven stehen im Mittelpunkt des Gesprächs.
Es gibt keine festgelegte Rolle und keinen Zwang, etwas zu teilen. Jede Person entscheidet selbst, wie viel Raum sie im Gespräch einnehmen möchte.
3. Was bewahren wir – und warum?
Aus den persönlichen Geschichten heraus öffnet sich das Gespräch für größere Fragen:
Warum bewahren wir bestimmte Dinge auf?
Wann bekommt etwas für uns Bedeutung?
Braucht etwas einen materiellen Wert, um für uns wertvoll zu sein?
Geben wir Dingen Bedeutung – oder tragen Dinge selbst Bedeutung in sich?
Und was sagt das, was wir behalten, über uns selbst aus?
Die Fragen müssen dabei nicht beantwortet werden. Sie sind vielmehr Impulse, um gemeinsam weiterzudenken, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und vielleicht auch die eigene Beziehung zu Dingen neu zu betrachten.
Wie möchtest du dich einbringen?
Bei der Anmeldung kannst du bereits angeben, wie du dich voraussichtlich im Gespräch beteiligen möchtest. So können wir den Ablauf besser planen und darauf achten, dass ausreichend Zeit für die Beiträge und Geschichten aller Teilnehmer bleibt.
Du kannst …
Anique Fragen zu ihrer Arbeit stellen
selbst etwas teilen – eine Sammlung, einen Gegenstand, ein Material oder eine persönliche Geschichte
dich aktiv am Austausch beteiligen
oder einfach zuhören
Offenes Online-Gespräch · ca. 90 Minuten
Teilnahme auf Spendenbasis
Richtwert: 5–15 €



