top of page

"Danke, ich bin schon." Eine Online-Diskussion über Sein, Werden und Neoliberalismus

Mo., 05. Apr.

|

Online

„Was willst du mal werden?“ – eine Frage, die wir vermutlich alle irgendwann gehört haben. Meist geht es dabei um Beruf, Karriere oder Lebensplanung. Aber was steckt eigentlich in diesem scheinbar harmlosen Satz?

"Danke, ich bin schon." Eine Online-Diskussion über Sein, Werden und Neoliberalismus
"Danke, ich bin schon." Eine Online-Diskussion über Sein, Werden und Neoliberalismus

Zeit & Ort

05. Apr. 2027, 18:30 – 20:00

Online

Informationen

"Danke, ich bin schon." Eine Diskussionsrunde über Sein, Werden und Neoliberalismus.


„Was willst du mal werden?“ – eine Frage, die uns früh begegnet und meist ganz selbstverständlich klingt. Gemeint ist oft: Welchen Beruf möchtest du später haben? Was willst du erreichen? Wohin möchtest du dich entwickeln? Aber was steckt eigentlich in dieser Frage?


Wenn wir davon sprechen, was wir werden wollen, liegt darin auch die Vorstellung, dass wir noch nicht ganz das sind, was wir sein könnten. Dass wir uns entwickeln, verbessern und verwirklichen müssen. Unser Leben erscheint als etwas, an dem fortwährend gearbeitet werden kann – und vielleicht auch gearbeitet werden muss.


Diese Vorstellung ist nicht nur persönlich. Sie steht auch im Zusammenhang mit einem neoliberalen Menschenbild, in dem wir uns zunehmend selbst als Projekt begreifen: Wir sollen in uns investieren, unsere Fähigkeiten entwickeln, flexibel bleiben, uns optimieren und aus unseren Möglichkeiten etwas machen. Selbstverwirklichung wird dabei leicht zur Selbstverpflichtung.


Auch wie wir über Menschen sprechen, folgt oft dieser Logik. Biografien erzählen von dem, was jemand ist – und meinen damit häufig eine Rolle: Lehrerin, Vater, Aktivistin, Unternehmerin, Künstlerin. Wir beschreiben Menschen über das, was sie tun, erreicht haben oder für andere sind. Aber was passiert, wenn wir den Satz nicht vervollständigen?


In der Diskussionsrunde wollen wir gemeinsam über das Spannungsfeld von Sein und Werden nachdenken: über Rollen und Identität, Entwicklung und Selbstoptimierung, über den Wunsch, jemand zu werden, und die Frage, ob wir nicht längst jemand sind.


  • Was wäre, wenn wir uns nicht erst verwirklichen müssten, um zu sein?

  • Was bleibt von uns, wenn wir unsere Rollen für einen Moment beiseitelassen?

  • Und wer bestimmt eigentlich, was aus uns werden soll?


Ein Raum zum gemeinsamen Denken, Fragen und Widersprechen.


Dauer: 90–120 Minuten

Format moderierte Diskussionsrunde

Für: alle, die Lust haben, über Identität, Rollen, Selbstverwirklichung, Neoliberalismus und unsere Vorstellungen vom guten Leben nachzudenken.

Veranstaltung weiterempfehlen

bottom of page