Umgang mit KI, Kreativität & Verantwortung
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Ich nutze KI-gestützte Systeme und -Tools als Teil meiner künstlerischen, konzeptionellen und organisatorischen Prozesse. Für mich sind KI-Tools Teil eines erweiterten Feldes des Denkens und Machens. Ich sehe ihr Potenzial darin, individuelle Fähigkeiten und Formen von Expertise zu unterstützen, zu erweitern und manchmal auch zu verstärken – vorausgesetzt, sie werden kritisch und reflektiert eingesetzt.
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Ich setze KI in unterschiedlichen Bereichen meiner Arbeit ein – beispielsweise zur Unterstützung organisatorischer und konzeptioneller Prozesse, zur Strukturierung von Informationen und Ideen oder für visuelle Arbeiten.
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Wenn ich KI-generierte oder KI-unterstützte Inhalte verwende, kennzeichne ich dies transparent. Das gilt beispielsweise auch für KI-generierte Symbolbilder für Workshops und Veranstaltungen.
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Mir ist wichtig, dass der Einsatz von KI nicht verborgen bleibt. Ich möchte nachvollziehbar machen, wo und in welcher Form KI an einem Ergebnis beteiligt war. Dabei sind alle meine KI-Anwendungen menschlich gesteuert und kuratiert. Ich entscheide, wann und wofür ein KI-System eingesetzt wird, welche Ergebnisse relevant sind und wie diese weiterverwendet, verändert oder in einen bestimmten Kontext gestellt werden. KI ersetzt dabei nicht meine eigene Entscheidung, Verantwortung oder Autorenschaft.
Bewusster und ressourcenschonender Einsatz
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Mir ist bewusst, dass die Nutzung von KI mit einem ökologischen und gesellschaftlichen Ressourcenverbrauch verbunden ist. Deshalb versuche ich, KI so bewusst und ressourcenschonend wie möglich einzusetzen.
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Ich nutze KI nicht automatisch für jeden Arbeitsschritt, sondern überlege, wann ihr Einsatz tatsächlich einen Mehrwert für den jeweiligen Prozess bringt. Wo eine Aufgabe ohne KI sinnvoller oder genauso gut gelöst werden kann, verzichte ich darauf.
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Mir ist bewusst, dass ich als einzelne Nutzerin nur begrenzten Einfluss auf die tatsächlichen ökologischen Auswirkungen der verwendeten Systeme habe. Mein Anspruch ist daher nicht, einen vollständig „nachhaltigen“ KI-Einsatz zu behaupten, sondern verantwortungsvoll, bewusst und möglichst ressourcenschonend mit einem ressourcenintensiven Werkzeug umzugehen.
Kritische Auseinandersetzung
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Gleichzeitig begegne ich diesen Technologien mit einem hohen Maß an Verantwortung und kritischem Bewusstsein. Risiken wie Automatisierungsbias, eine übermäßige Abhängigkeit von maschinell erzeugten Ergebnissen sowie die Reproduktion bestehender Verzerrungen und Begrenzungen, die in Datensätzen und Systemen enthalten sein können, sind für mich ein wesentlicher Teil der Auseinandersetzung mit KI.
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Deshalb ist ein bewusster, reflektierter und kontextbezogener Umgang mit diesen Werkzeugen ein wichtiger Bestandteil meiner Praxis.
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Ich verstehe mich dabei als Kuratorin von Ideen und Prozessen und übernehme Verantwortung dafür, wie Wissen, Konzepte und Strukturen entwickelt, ausgewählt, eingeordnet und vermittelt werden. KI ist für mich ein Werkzeug innerhalb meines Prozesses – unter menschlicher Steuerung, Einordnung und Verantwortung.
Zu KI, Kunst und Kreativität
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Ich möchte mich nur ungerne an Diskussionen beteiligen, die grundsätzlich davon ausgehen, dass der Einsatz von KI und menschliche Kreativität einander ausschließen. Für mich greift diese Gegenüberstellung zu kurz und lässt die tatsächliche Komplexität kreativer Prozesse außer Acht.
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Kreativität entsteht für mich nicht allein aus einem bestimmten Werkzeug oder einer bestimmten Technik, sondern aus Entscheidungen, Kontext, Erfahrung, Wahrnehmung, Auswahl, Interpretation und der Fähigkeit, Zusammenhänge herzustellen. KI kann dabei ein Werkzeug innerhalb eines solchen Prozesses sein, ohne die menschliche Verantwortung für den Prozess aufzuheben.
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Viele Diskussionen über „KI in der Kunst“ oder darüber, ob KI überhaupt kreativ sein könne, erscheinen mir deshalb zu undifferenziert. Ich halte es für sinnvoller, genauer zu betrachten, wie ein System eingesetzt wird, welche Entscheidungen Menschen dabei treffen, welche Rolle das Werkzeug innerhalb eines Prozesses einnimmt und welche kulturellen, sozialen und ökologischen Auswirkungen damit verbunden sind. Eine differenzierte Auseinandersetzung setzt für mich ein gewisses Maß an KI- und Medienkompetenz voraus: die Fähigkeit, Funktionsweisen und Grenzen solcher Systeme zu verstehen, Ergebnisse kritisch einzuordnen und zwischen unterschiedlichen Formen der KI-Nutzung zu unterscheiden.
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Ich bin daher offen für eine fundierte und kritische Auseinandersetzung mit KI in Kunst und Kreativität. Für pauschalisierende Gegenüberstellungen von „echter menschlicher Kreativität“ und „künstlicher Kreativität“ sehe ich hingegen wenig Erkenntnisgewinn. Mich interessieren die konkreten Prozesse, die Entscheidungen dahinter und die Fragen, die sich daraus tatsächlich ergeben.